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💫Adventure💫

Jetzt liege ich hier im Bett, in meinem letzen Hotel, draußen regnet es wie verrückt. Das erste mal in den letzen 6 Tagen, trotz ständiger Regenvorhersage. Sau glücklich. Durchgespült von dem Wind. Alles fließt wieder so klar. 

Ich habe 72,5 km zurück gelegt und dabei 113.360 Schritte getippelt. Ich bin wirklich stolz auf mich, ich hatte kein konkretes Ziel vorher gesetzt. Das Einzige was ich wusste …war das ich weiter gehen will, wenn ich denke ich kann nicht mehr. Täglich konnte ich definitiv meine eigenen Grenzen sprengen. 

Wer mich kennt, weiß das ich immer neugierig durch die Welt schwebe und gerne neue Dinge ausprobiere. Es schafft mir mehr Selbstvertrauen, bringt mich weiter zu mir, zeigt mir was ich brauche und wer ich sein möchte. Ich werde empfänglich und kann loslassen. Mir sind jeden Tag Tränen geflossen. Sei es vor Dankbarkeit, durch die neuen Erkenntnisse oder durch das lösen von alten Verletzungen. “Zulassen” ist hier das Zauberwort.

Allein gereist bin ich tatsächlich schon mal. Zwei Monate in Florida und viel Tage allein in Portugal. Das war so befreiend! Nur ich in meiner Energie. Alles wurde mal leise in mir von dem turbulenten Alltag. Ich durfte Entscheidungen nur für mich treffen. Einfach mal in die Stille gehen. Einfach mal nur Josi sein. Keine Mama, keine Partnerin, keine Freundin sein. Einfach nur Josi. 🙏

Diese Erfahrung war großartig! Auf meiner „Bucketlist“ steht schon seit 3 Jahren „Wandern auf dem Jakobsweg“. Nach meinen Recherchen, gab es die Möglichkeit auch nur bestimmte Strecken zu laufen. Doch da habe ich mich bewusst, dagegen entschieden. Ganz oder gar nicht. Das hebe ich mir auf, wenn die Kinder größer sind. 

Stattdessen suchte ich mich durchs Internet, für alternative Wanderwege in Deutschland. Dann fand ich den „Heidschnuckenweg“. Ich liebe Gräser, Heide und einfach die Natur. Es hat mir sofort zugesagt und nun bestand der Wunsch seit ca. 2 Jahren diesen Wanderweg zu laufen. Eigentlich hatte ich es wegen der Einschulung,für dieses Jahr, abgehakt. Jedoch kam „wandern“ immer wieder in mein Feld.  

Ich war die letzen Wochen so gut wie allein. Habe derzeit Hauptsaison in meiner Fotografie und mein Ruf nach Freiheit in der Natur wurde immer größer. Die Schule gefällt meiner Mausi super, also entschied ich mich vor 4 Wochen ganz spontan ein paar Tage wandern zu gehen. 

Ich habe angerufen bei „Wandern ohne Gepäck“ und habe meine Vorstellungen mitabgesprochen. Sie konnten mir, aufgrund der Reisehauptsaison, nicht versprechen ob und das alles klappt. Für mich war aber gleich klar: Diese Entscheidung gebe ich an das Universum ab! Wenn es sein soll, wird die Bestätigungsmail schon kommen. Und ZACK, da kam sie direkt am nächsten Tag.

#sollteallessosein

Ich bin davon überzeugt, dass das Unerwartete uns lebendig fühlen lässt. Durch das Internet können wir uns alles genau vorher raus suchen, jeden noch so kleinen Furz. Man findet einfach alles. 

Meine Erfahrung ist, desto weniger ich weiß und plane, desto begeisterter bin ich im Nachhinein.Einfach mal Vertrauen haben und sich dem Prozess hingeben. Das habe ich gemacht und kann meine Überzeugung wieder dick unterstreichen. 

Erst beim Frühstück habe geschaut, wo es mich intuitiv hintreibt. An mein Auto, das noch beim Startpunkt stand, hab ich z.B gar nicht gedacht. Am Ende hätte ich (samt Koffer) da wieder hin gemusst. Darüber hätte ich mir dann aber erst am “Tag X”, Gedanken gemacht.

Jedoch kam es ganz anders. Durch eine liebe Bekanntschaft, konnte ich am vorletzten Tag mein Auto fast zum Ende mit hinnehmen. Dadurch war ich flexibel und bin lieber Rundwanderwege in der Natur gelaufen, als die tatsächlich vorgegebene Route des „Heidschnuckenwegs“. Diese war nämlich nicht ganz so schön für mich. 

Am wohlsten habe ich mich in der Heide gefühlt und hätte dort den ganzen Tag verbringen können. Deshalb waren die Rundwanderwege meine erste Wahl.

Die schönste Bekanntschaft hatte ich mit Elisabeth und Peter! Noch jetzt bin ich beflügelt von unserer gemeinsamen Zeit. Wir haben uns einfach angezogen, wie die Motten das Licht. Gleiches zieht, gleiches an. Wir hatten eine wunderbare inspirierende Zeit zusammen. Am Ende drückte Elisabeth mich und sagte “Du bist heute unser ganz besonderes Geschenk gewesen!”. Beim los laufen und winken musste ich erstmal ewig lange weinen. Es war einfach nur magisch.

Am Ende zeigte sie mir ihren imaginären Schutzanzug. “Den zieh ich mir jetzt immer an, es schützt mich vor schlechten Energien.” Stell dir einen Ganzkörperanzug, mit einem Reisverschluss vorne am Bauch vor. Wenn die Energien gut sind, mach ich ihn auf. Wenn ich die Energievampire erwarte, mache ich ihn zu. So einfach und doch so wirksam! *LOVE*

Mein Fazit ist, dass es mir immer mehr gelingt die Kontrolle abzugeben. Das ich mich gleiten lassen kann und erst dann entscheide, wenn sich neue Dinge ergeben. Einfach nur geil! 

Zudem ist Wandern jetzt ein neues Hobby von mir geworden. Es ist so entschleunigend und man verbindet sich ganz schnell mit sich selbst. Energieblockaden werden gelöst und alles kommt wieder ins fließen. Spazieren war ich schon immer gerne, aber nie so lange und ich bin keiner bestimmten Route gefolgt. 

Alleine reisen macht frei! Macht dankbar! Macht klar! Macht stark! Macht mutig! Macht glücklich!

Vorallem wenn man nach Hause kommt. Diese Freude und Wertschätzung die man dann erfährt, wie reich man mit seiner Familie ist. Oft vergessen wir, was wir eigentlich alles haben. Nach so einer Reise bin ich immer ganz beseelt und unendlich dankbar, für das was ich alles in meinem Leben habe und erreicht habe. Das bin ich sonst auch, aber nach so einer Erfahrung, ist es kaum zu toppen! Ich weiß schon jetzt, die Wunder warten auf mich!

Trau dich! Reise mit deiner bester Freundin! Nämlich mit dir selbst! Sei du dir selbst der wichtigste Mensch.

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